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Warum ist der Mai der Marienmonat?

Artikel veröffentlicht am 12/09/2025 in der Kategorie : Religiöse Nachrichten
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Seit mehreren Jahrhunderten ist der Monat Mai in der katholischen Tradition der Jungfrau Maria gewidmet. Doch warum gerade dieser Monat? Woher kommt die Marienverehrung, die so stark mit dieser Jahreszeit verbunden ist? Im Laufe der Jahrhunderte haben spirituelle Praktiken, kulturelle Einflüsse und die Symbolik der Natur diese schöne, der Mutter Gottes gewidmete Frühlingstradition geformt.

Eine Tradition mit alten Wurzeln

Die Verehrung Marias geht auf die Ursprünge des Christentums zurück. Schon früh ehrten die Christen Maria als die Mutter Christi, die gesegnete Frau unter den Frauen. Zwar feiert die Kirche das ganze Jahr über mehrere Marienfeste (Mariä Verkündigung im März, Mariä Himmelfahrt im August, Unbefleckte Empfängnis im Dezember...), doch die Verbindung zwischen Maria und dem Monat Mai entstand erst später, ab dem späten Mittelalter.

Bereits in der Antike wurde der Mai mit Weiblichkeit und Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht. Bei den Römern war der Mai der Monat der Göttin Flora, der Göttin der Blumen und des Frühlings. Als sich das Christentum in den griechisch-römischen Kulturgebieten ausbreitete, wurden viele Traditionen "christianisiert": So wurden die Symbole des Lebens, der Schönheit und der Frühlingserneuerung mit Maria in Verbindung gebracht, die von der Kirche auch "Königin der Blumen" oder "mystische Rose" genannt wird.

Die Entwicklung der Tradition im Laufe der Jahrhunderte

Ab dem 13. Jahrhundert tauchten einige mit Maria verbundene Praktiken im Mai auf, vor allem bei Mönchen und Studenten. Jahrhundert nimmt dieser Brauch jedoch eine strukturiertere Wendung, insbesondere in den Jesuitenschulen Europas, die damit begannen, in diesem Monat besondere Gebete zu Ehren der Jungfrau Maria zu veranstalten. Die Praxis breitete sich allmählich aus und wurde von der Kirche und den religiösen Gemeinschaften gefördert.

Im 18. Jahrhundert wurde die Marienverehrung im Mai offiziell anerkannt und von vielen Päpsten gefördert. Jahrhunderts segnete Pius VII. diese Tradition und förderte das Rosenkranzgebet, die Loretto-Litaneien, Prozessionen und blumengeschmückte Altäre zu Ehren der Jungfrau Maria während des gesamten Monats. Pius IX. und Leo XIII. setzten diesen Schwung fort und sahen in Maria eine Figur des Friedens, der Einheit und des Trostes für die Gläubigen, besonders in Krisenzeiten.

Maria und der Frühling: eine natürliche Verbindung

Der Monat Mai markiert in der nördlichen Hemisphäre die Rückkehr des Lebens nach dem Winter. Die Bäume knospen, die Felder sind mit Blumen bedeckt, das Sonnenlicht wird intensiver und die Tage werden länger. Es ist ein Monat der Schönheit, der Erneuerung und der Fruchtbarkeit.

Auch Maria wird mit dem Leben, der Reinheit und der Hoffnung in Verbindung gebracht. Wie die wiedergeborene Natur ist sie eine Quelle der Freude und Sanftheit. Sie ist die "Blume des Feldes und die Lilie der Täler", wie es im Hohenlied heißt. Indem sie diesen Monat Maria widmen, feiern die Gläubigen die Schönheit der Schöpfung und danken ihr für ihre mütterliche und beruhigende Gegenwart.

Blumengeschmückte Altäre, gekrönte Statuen, Mariengärten, Fackelprozessionen, Mariennovenen, meditierte Rosenkränze... sind einfache und tiefgründige Gesten, um diejenige zu ehren, die die Gläubigen als ihre spirituelle Mutter anerkennen.

Ein Monat der Gaben und Gebete

Während des Monats Mai führen viele Familien und Gemeinden besondere Andachten ein: allabendliches Rosenkranzgebet, Gemeinschaftsgebete, marianische Meditationen oder kleine Opfer, die der Jungfrau Maria dargebracht werden.

Vor allem Kinder werden aufgefordert, Gesten der Liebe für Maria zu machen: Blumen pflücken, ein Gebet sprechen, einen marianischen Gesang lernen oder eine Kerze niederlegen. Diese kleinen Aufmerksamkeiten haben einen großen symbolischen Wert: Sie zeigen, dass Maria in den Herzen der Gläubigen lebendig ist.

In manchen volkstümlichen Traditionen wird Maria auch eine "Krone" geschenkt: ein tägliches Gebet, ein Akt der Nächstenliebe, eine besondere Anstrengung im Glaubensleben... Alles wird zur Opfergabe, um diejenige zu ehren, die vertrauensvoll "Ja" zu Gott gesagt hat.

Eine Einladung, in der Schule Marias zu leben

Den Monat Mai Maria zu widmen, bedeutet nicht nur, ihr Blumen oder Gebete zu schenken. Es bedeutet auch, in ihrer Nachfolge gehen zu wollen, in ihrer Schule zu leben. Maria ist ein Vorbild des Glaubens, der Stille, des Dienstes und der Demut. Sie hört zu, legt Fürsprache ein und tröstet. Wenn man zu ihr betet, lernt man, Jesus tiefer zu lieben. Man lernt auch, die Kirche zu lieben, denn Maria ist die Mutter Christi und die Mutter der Gläubigen.

Der Monat Mai ist daher ein besonderer Zeitpunkt, um die zentrale Rolle Marias in unserem spirituellen Leben wiederzuentdecken. Sie begleitet uns in unseren Kämpfen, beschützt uns in unseren Nöten und führt uns auf dem Weg der Heiligkeit. Ihre mütterliche Gegenwart beruhigt, befriedet und orientiert uns.

Schlussfolgerung

Wenn der Mai zum Marienmonat geworden ist, dann ist das kein Zufall. Er ist das Ergebnis einer langen spirituellen Tradition, die in der Schönheit des Frühlings, in den einfachen Gesten der Gläubigen und in der kindlichen Liebe der Christen zur Mutter Jesu verwurzelt ist. Jedes Jahr ist dieser Marienmonat eine Einladung, uns vertrauensvoll an sie zu wenden, ihr unsere Freuden und Sorgen anzuvertrauen und uns von ihrem sanften und leuchtenden Herzen zu ihrem Sohn, dem auferstandenen Christus, führen zu lassen.

Gedenke, o süßeste Jungfrau Maria, dass man nie gehört hat, dass einer von denen, die sich an dich gewandt haben, verlassen worden wäre...

Die Muttergottes ist die einzige Jungfrau, die sich an die Menschen wendet, die sich an sie wenden

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