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Devotionalien aus dem Heiligtum von Lourdes.

Wer ist die Heilige Rita? Heilige der verzweifelten Anliegen

Artikel veröffentlicht am 12/09/2025 in der Kategorie : Leben der Heiligen
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Heilige Rita von Cascia, geboren 1381 in Roccaporena, einem kleinen Weiler in der Nähe von Cascia in Italien, ist eine der populärsten Heiligen der katholischen Kirche. Bekannt als "Heilige der unmöglichen Fälle" oder auch "Heilige der hoffnungslosen Fälle", prägte sie die christliche Geschichte durch ihr Leben, das von Leid, Resignation und einem unerschütterlichen Glauben geprägt war.

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Schon bei ihrer Geburt wurde sie von ihren Eltern Gott geweiht. Dennoch folgte sie nicht sofort dem religiösen Weg. Dem Willen ihrer Eltern gehorchend, heiratete sie sehr jung Paolo Mancini, einen gewalttätigen und impulsiven Mann, der oft als cholerisch und hart beschrieben wird. Ihre Ehe war von Spannungen und Gewalt geprägt, doch Rita gelang es durch ihre Sanftheit, Geduld und ihren Glauben, ihren Mann nach und nach milder zu stimmen. Gemeinsam bekamen sie zwei Söhne.

Witwe und geschundene Mutter

Der Frieden war jedoch nur von kurzer Dauer. Paolo wurde ermordet, ein Opfer politischer und familiärer Rivalitäten in einem damals häufig anzutreffenden Klima der Blutrache. Ritas zwei Söhne waren voller Zorn und wollten ihren Vater rächen. Rita betete intensiv, dass sie von ihrem Rachefeldzug ablassen würden, aber es gelang ihr nicht. Daraufhin bat sie Gott in einem radikalen Akt des Glaubens, sie lieber zu sich zu rufen, als sie einen Mord begehen zu sehen. Kurz darauf starben die beiden Jungen an einer Krankheit, nachdem sie mit Gott versöhnt worden waren.

Trotz Hindernissen ins Kloster gehen

Als Witwe und kinderlos äußerte Rita dann den Wunsch, in das Kloster der Augustinerinnen in Cascia einzutreten. Die Nonnen lehnten ihren Eintritt jedoch ab, da ihre gewalttätige Familiengeschichte und die andauernden Streitigkeiten zwischen den rivalisierenden Clans ihres Mannes für die Gemeinschaft ein Problem darstellten. Beharrlich betete sie und legte bei ihren Feinden Fürsprache ein, um sie zur Versöhnung zu bewegen. Nachdem es Rita gelungen war, Frieden zwischen den verfeindeten Familien zu stiften, wurde sie schließlich im Alter von 36 Jahren ins Kloster aufgenommen.

Ein mystisches und leidendes Leben

Innerhalb des Klosters führte Rita ein Leben des Gebets, der Buße und der äußersten Strenge. Sie entwickelte eine tiefe mystische Beziehung zu Christus, dem Gekreuzigten. Als sie 1442 vor einem Kruzifix betete, erhielt sie ein Stigma: eine Wunde auf ihrer Stirn, die einem der Dornen in der Krone Christi glich. Diese schmerzhafte und übelriechende Wunde begleitete sie während der letzten fünfzehn Jahre ihres Lebens. Sie sah darin eine Möglichkeit, ihr Leiden mit dem Leiden Christi zu vereinen.

Ein weiteres berühmtes Wunder umgibt ihren Tod. Kurz vor ihrem Tod, als sie krank und bettlägerig war, bat sie eine Cousine, ihr mitten im Winter eine Rose aus ihrem Garten mitzubringen. Die Cousine gehorchte und fand tatsächlich eine blühende Rose auf einem schneebedeckten Busch. Daher wird der Heiligen Rita oft eine Rose zugeordnet, die ein Symbol für eine wider Erwarten erhaltene Gnade ist.

Tod und Heiligsprechung

Rita starb am 22. Mai 1457 im Alter von 76 Jahren. Unmittelbar nach ihrem Tod strömten viele Gläubige an ihr Bett, und man begann schon früh, zu ihr zu beten, um in den aussichtslosesten Situationen Gnaden zu erlangen. Es wurde von zahlreichen Wundern berichtet, darunter auch von unerklärlichen Heilungen. Ihr Körper, der im Heiligtum von Cascia ausgestellt ist, blieb erstaunlich gut erhalten.

Sie wurde 1628 von Papst Urban VIII. selig- und 1900 von Papst Leo XIII. heiliggesprochen. Seitdem ist sie zu einer der am meisten angerufenen Heiligen in der katholischen Welt geworden, insbesondere in Italien, Frankreich, Lateinamerika und auf den Philippinen.

Warum ist sie die Heilige der hoffnungslosen Fälle?

Die heilige Rita hat extreme Prüfungen durchlebt: eine schwierige Ehe, den gewaltsamen Verlust ihres Mannes, den Tod ihrer Kinder, die Ablehnung ihres Eintritts ins Kloster, körperliches und seelisches Leid. Doch durch all das hindurch verlor sie nie ihren Glauben. Ihre Geduld, ihre Nächstenliebe und ihre Hingabe an den Willen Gottes machten sie zu einem Vorbild für absolutes Vertrauen in den hoffnungslosesten menschlichen Situationen.

Heute wird zu ihr in Fällen gebetet, die als aussichtslos gelten: unheilbare Krankheiten, irreversible Trennungen, tiefe Familienkonflikte, Einsamkeit, extreme Armut oder auch tiefe spirituelle Schwierigkeiten. Durch ihre Fürsprache finden die Gläubigen Hoffnung, inneren Frieden und manchmal greifbare Wunder.

Die heilige Rita von Cascia wurde durch ihr von Schmerzen geprägtes, aber von der Liebe Gottes erleuchtetes Leben zur Zuflucht für verwundete Seelen. Sie zeigt, dass selbst im Herzen des Unglücks Liebe, Glaube und Durchhaltevermögen erblühen können. Ihre Botschaft ist klar: Keine Situation ist wirklich hoffnungslos, wenn sie Gott mit Glauben und Demut anvertraut wird. Deshalb wenden sich auch heute noch Millionen von Menschen auf der ganzen Welt vertrauensvoll an sie, in der Stille ihres Herzens oder bei großen Prozessionen, in der Überzeugung, dass sie auch dort, wo alles verloren scheint, noch einen Weg öffnen kann.

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