Die heilige Felicitas ist eine der großen Märtyrerinnen der frühen Kirche, die für ihren unerschütterlichen Mut und ihren unerschütterlichen Glauben im Angesicht der Verfolgung verehrt wird. Als römische Christin des 2. Jahrhunderts lebte sie in Rom zu einer Zeit, als der christliche Glaube noch illegal war und von den kaiserlichen Behörden gewaltsam unterdrückt wurde.
Felicitas, eine fromme Witwe und eifrige Gläubige, hatte sieben Söhne, die sie im christlichen Glauben aufzog und sie lehrte, Gott mehr zu lieben als ihr eigenes Leben. Ihre Namen waren Janvier, Felix, Philipp, Silvanus, Alexander, Vital und Martial.
Unter der Herrschaft von Kaiser Mark Aurel verschärfte sich die Verfolgung von Christen. Felicitas' Familie wurde denunziert, weil sie sich weigerte, die heidnischen Götter zu ehren und den Statuen des Kaisers Weihrauch zu spenden. Als sie vor die Behörden zitiert wurde, wurde Felicitas ermahnt, ihrem Glauben abzuschwören und ihre Kinder davon zu überzeugen, dasselbe zu tun. Sie erklärte jedoch standhaft: "Ich lebe aus dem Glauben, und meine Kinder werden mit mir in der Herrlichkeit Gottes leben." Ihre mütterliche Liebe trieb sie nicht dazu, sie vor dem irdischen Tod zu retten, sondern sie mit Kraft und Zärtlichkeit zum ewigen Leben zu führen.
Einer nach dem anderen wurden ihre Söhne vor ihren Augen gefoltert und hingerichtet, wobei jeder von ihnen enormen Mut bewies. Sie wollten lieber sterben, als ihren Glauben oder ihre Mutter zu verraten. Felicitas ermutigte sie unerschütterlich und unterstützte sie geistig in ihrem letzten Kampf. Schließlich wurde sie selbst gemartert und enthauptet, weil sie sich weigerte, Christus zu verleugnen.
Das Martyrium von Felicitas und ihren sieben Söhnen wurde zu einem kraftvollen Symbol für Treue, geistige Mutterschaft und den Sieg des Glaubens über die Angst. Ihr Zeugnis inspirierte Generationen von Christen, in Prüfungen standhaft zu bleiben. Ihr Andenken wird von der katholischen Kirche vor allem am 10. Juli geehrt. Der Name der Heiligen Felicitas wird auch im römischen Kanon der Messe erwähnt, ein Zeichen der hohen Verehrung, die sie seit den ersten Jahrhunderten genießt.
Die Stärke dieser Mutter, die der Welt sieben heilige Märtyrer schenkte, und die glaubensvollen Worte, die sie in der Prüfung an sie richtete, machen sie zu einer leuchtenden Gestalt des christlichen Mutes und der familiären Heiligkeit.