Eine Anstrengung, die der eigenen Realität entspricht
Jedes Jahr stellt sich dieselbe Frage: Was werde ich in der Fastenzeit tun? Soll ich auf Schokolade verzichten, soziale Netzwerke meiden, früher aufstehen, um zu beten?
Die Wahl der Anstrengung sollte nicht leichtfertig getroffen werden, aber sie sollte auch nicht zu einer Quelle von Druck werden. Die Fastenzeit ist keine sportliche Herausforderung. Sie ist ein innerer Weg. Die richtige Anstrengung ist die, die uns wirklich hilft, zu wachsen
Identifizieren Sie, was zu viel Platz einnimmt
Um eine sinnvolle Fastenzeit zu wählen, kann es hilfreich sein, sich eine einfache Frage zu stellen: Was nimmt in meinem Leben zu viel Platz ein?
Das kann eine Gewohnheit, eine Annehmlichkeit, eine Abhängigkeit oder eine Einstellung sein. Manchmal ist es nichts „Schlechtes”, sondern einfach etwas Übermäßiges.
Die Fastenzeit wird dann zu einem Mittel, um das Leben wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Nicht um sich selbst zu bestrafen, sondern um sich zu befreien.
Eine realistische und treue Anstrengung
Besser ist eine kleine Anstrengung, die vierzig Tage lang durchgehalten wird, als eine große Verpflichtung, die nach einer Woche aufgegeben wird.
Es ist wichtig, etwas Realistisches zu wählen. Wenn die Anstrengung zu groß ist, besteht die Gefahr, dass man entmutigt wird. Wenn sie zu leicht ist, wird sie nicht viel bewirken. Wichtig ist die Treue. Regelmäßigkeit prägt das Herz viel mehr als punktuelle Intensität. Fasten, Beten und Teilen verbinden Die Fastenzeit sollte nicht nur aus Entbehrungen bestehen. Sie kann auch eine positive Verpflichtung sein. Auf etwas zu verzichten, kann Zeit für das Gebet freimachen. Bestimmte Ausgaben zu begrenzen, kann eine Geste des Teilens sein. Sie kann auch eine positive Verpflichtung sein.
Der Verzicht auf etwas kann Zeit für das Gebet freimachen.
Die Einschränkung bestimmter Ausgaben kann eine Geste des Teilens ermöglichen.
Die Arbeit an seinem Charakter kann die Beziehungen verbessern.
Eine gute Fastenzeit verbindet diese drei Dimensionen.
Auf sein Herz hören
Schließlich ist es gut, Gott um Führung bei dieser Entscheidung zu bitten. Ein einfaches Gebet kann die Entscheidung erhellen.
Welcher Bereich meines Lebens muss verändert werden?
Wo bin ich aufgerufen, Fortschritte zu machen?
Die Fastenzeit ist kein Wettbewerb. Sie ist ein Dialog zwischen Gott und uns.
Sich für eine Fastenzeit-Anstrengung zu entscheiden bedeutet, diesen Dialog aufrichtig zu führen.
Gebet zur Wahl der Fastenzeit-Anstrengung
Herr,
erleuchte mein Herz in dieser Fastenzeit.
Zeige mir, welche Anstrengung ich unternehmen muss.
Gib mir die Kraft, treu zu bleiben.
Möge jeder kleine Schritt mich dir näher bringen.
Amen.