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Devotionalien aus dem Heiligtum von Lourdes.

Der heilige Maximilian Kolbe: Der Märtyrer der Nächstenliebe, der sein Leben gab, um einen Familienvater zu retten

Leben der Heiligen
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Unter den großen christlichen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts nimmt der heilige Maximilian Kolbe einen ganz besonderen Platz ein. Als polnischer Franziskanerpriester, Missionar, Apostel der Jungfrau Maria und Märtyrer in Auschwitz ist er bis heute ein außergewöhnliches Zeugnis für Glauben, Mut und Nächstenliebe.

Sein Name wird vor allem mit einer bewegenden Tat in Verbindung gebracht: In Auschwitz entschied sich Maximilian Kolbe freiwillig, anstelle eines anderen Häftlings zu sterben, eines zum Tode verurteilten Familienvaters.

Sein Leben jedoch auf dieses letzte Opfer zu reduzieren, hieße, ein ganzes Leben zu vergessen, das Gott, der Unbefleckten und der Evangelisierung gewidmet war.

Wer war der heilige Maximilian Kolbe? Warum war er der Jungfrau Maria so sehr verbunden? Wie starb er? Warum wurde er zu einem der bekanntesten Heiligen des 20. Jahrhunderts?

Entdecken wir seine Geschichte.

Wer war der heilige Maximilian Kolbe?

Der heilige Maximilian Kolbe wurde am 8. Januar 1894 in Zduńska Wola, im heutigen Polen, unter dem Namen Rajmund Kolbe geboren.

Er wuchs in einer bescheidenen und tiefgläubigen katholischen Familie auf. Schon in jungen Jahren zeichnete sich Rajmund durch einen lebhaften und energischen Charakter aus. Ein spirituelles Ereignis sollte jedoch seine Kindheit tief prägen und den Rest seines Lebens bestimmen.

Seiner späteren Schilderung zufolge soll er, noch als Kind, eine besonders intensive innere Erfahrung mit der Jungfrau Maria gemacht haben.

Er berichtete, dass ihm die Heilige Jungfrau erschienen sei und ihm zwei Kronen gereicht habe: eine weiße und eine rote.

Die weiße Krone stand für die Reinheit.

Die rote Krone stand für das Martyrium.

Maria soll ihn gefragt haben, welche er wählen wolle.

Der junge Rajmund antwortete:

„Ich wähle beide.“

Diese Szene scheint auf eindrucksvolle Weise die beiden großen Dimensionen seiner zukünftigen Berufung anzukündigen: ein ganz Gott geweihtes Leben und schließlich die Hingabe seines eigenen Lebens.

Maximilian Kolbe wird Franziskaner

Als Jugendlicher trat Rajmund in den Orden der Konventualfranziskaner ein.

Als er das Ordensgewand empfing, nahm er den Namen Maximilian an. Anschließend setzt er seine Ausbildung fort, insbesondere in Rom, wo er Philosophie und Theologie studiert.

Er wird im Jahr 1918 zum Priester geweiht.

Der junge Ordensmann verfügt über eine bemerkenswerte Intelligenz, doch seine Gesundheit ist angegriffen. Er leidet insbesondere an Lungenproblemen, die ihn einen Großteil seines Lebens begleiten werden.

Dies hindert ihn jedoch niemals daran, eine beachtliche missionarische Tätigkeit zu entfalten.

Für ihn muss jedes verfügbare Mittel dazu dienen können, das Evangelium zu verkünden.

Eine tiefe Verehrung der Jungfrau Maria

Um den heiligen Maximilian Kolbe zu verstehen, muss man die zentrale Rolle begreifen, die die Jungfrau Maria in seiner Spiritualität einnimmt.

Er nennt sie sehr oft die Unbefleckte.

Für Maximilian Kolbe lenkt das Vertrauen in Maria den Christen nicht von Jesus Christus ab. Im Gegenteil: Maria führt immer zu ihrem Sohn.

Diese Überzeugung wird zum Kern seiner Mission.

Im Jahr 1917, als er sich noch in Rom aufhielt, gründete er zusammen mit mehreren Franziskanermönchen die Miliz der Unbefleckten (Militia Immaculatae).

Sein Ziel ist es, die Christen zu ermutigen, sich der Jungfrau Maria zu weihen, um Christus besser zu dienen und an der Evangelisierung mitzuwirken.

Dieses Werk wird in der Folge eine beträchtliche Entwicklung erfahren.

Niepokalanów: die „Stadt der Unbefleckten“

Nach seiner Rückkehr nach Polen wollte Pater Maximilian Kolbe moderne Kommunikationsmittel zur Evangelisierung nutzen.

Er erkannte schon sehr früh die Bedeutung der Presse.

Im Jahr 1922 gründete er eine katholische Zeitschrift mit dem Titel Der Ritter der Unbefleckten.

Sie erlangte rasch großen Erfolg.

Einige Jahre später gründete er in der Nähe von Warschau ein riesiges Kloster: Niepokalanów, dessen Name so viel wie „Stadt der Unbefleckten“ bedeutet.

Dieser Ort wurde sowohl zu einem Franziskanerkloster als auch zu einem echten Zentrum des Apostolats.

Hunderte von Ordensbrüdern arbeiteten dort. Zeitungen und Zeitschriften wurden dort gedruckt und in großem Umfang verbreitet.

Maximilian Kolbe betrachtet die neuen Technologien nicht als Bedrohung für den Glauben. Im Gegenteil, er möchte sie in den Dienst des Evangeliums stellen.

Er interessiert sich für die Presse, das Radio und die verschiedenen Mittel, mit denen eine Botschaft einem möglichst breiten Publikum vermittelt werden kann.

Eine erstaunlich moderne Intuition.

Maximilian Kolbe als Missionar in Japan

Sein Wunsch nach Evangelisierung kennt keine Grenzen.

Im Jahr 1930 bricht Maximilian Kolbe als Missionar nach Asien auf.

Er hält sich unter anderem in Japan auf und gründet in der Nähe von Nagasaki ein neues Franziskanerzentrum, das der Unbefleckten Empfängnis gewidmet ist.

Trotz seiner schwachen Gesundheit und materieller Schwierigkeiten baut er zudem eine Publikation in japanischer Sprache auf.

Sein missionarisches Wirken zeugt von seiner außergewöhnlichen Energie.

Er will Christus überall verkünden, wo es möglich ist.

Nach mehreren Jahren in Asien kehrt er schließlich nach Polen zurück und übernimmt wieder die Leitung von Niepokalanów.

Doch Europa steht kurz vor einer der dunkelsten Phasen seiner Geschichte.

Maximilian Kolbe während des Zweiten Weltkriegs

Im September 1939marschierte Nazideutschland in Polen ein.

Der Krieg bringt das Leben im Kloster Niepokalanów völlig aus den Fugen.

Maximilian Kolbe und mehrere Ordensbrüder werden ein erstes Mal verhaftet, bevor sie einige Monate später wieder freigelassen werden.

Zurück im Kloster setzt er seine Tätigkeit fort.

Niepokalanów wird zudem zu einem Zufluchtsort für Vertriebene und Flüchtlinge, darunter viele Juden.

Pater Kolbe weigert sich, seine Mission trotz der Gefahr aufzugeben.

Am 17. Februar 1941 verhaftet ihn die Gestapo erneut.

Diesmal kehrt er nie wieder nach Niepokalanów zurück.

Die Ankunft von Maximilian Kolbe in Auschwitz

Nach seiner Inhaftierung in Warschau wird Maximilian Kolbe im Mai 1941 in das Konzentrationslager Auschwitz verlegt.

Er erhält die Häftlingsnummer 16670.

Im Lager leidet er wie die anderen Häftlinge unter Hunger, Demütigungen, Gewalt und Zwangsarbeit.

Sein Priesteramt bringt ihm zudem besondere Misshandlungen ein.

Dennoch berichten mehrere Zeugenaussagen, dass er selbst in dieser Hölle weiterhin seinen Dienst ausübt.

Er betet.

Er hört zu.

Er tröstet die anderen Häftlinge.

Er teilt das Wenige, das er besitzt.

In einer Welt, die auf Entmenschlichung und Angst aufgebaut ist, versucht Maximilian Kolbe, für seine Mitmenschen ein Bruder zu bleiben.

Einige Wochen später vollbringt er die Tat, die ihn zu einem der großen christlichen Symbole des 20. Jahrhunderts machen wird.

Warum hat der heilige Maximilian Kolbe sein Leben gegeben?

Ende Juli 1941 wird ein Häftling aus Maximilian Kolbes Block als vermisst gemeldet.

Als Vergeltungsmaßnahme beschließen die Lagerbehörden, mehrere Häftlinge auszuwählen, die verhungern sollen.

Die Männer werden ausgewählt.

Unter ihnen befindet sich ein Pole namens Franciszek Gajowniczek.

Als er begreift, dass er zum Tode verurteilt ist, spricht er verzweifelt von seiner Frau und seinen Kindern.

In diesem Moment tritt Maximilian Kolbe aus den Reihen hervor.

Eine äußerst gefährliche Handlung: In einem Konzentrationslager konnte das Verlassen des eigenen Platzes den sofortigen Tod bedeuten.

Dennoch geht er auf einen Lagerverantwortlichen zu.

Er bittet darum, den Platz des zum Tode Verurteilten einzunehmen.

Maximilian Kolbe erklärt, dass er katholischer Priester ist und anstelle dieses Mannes sterben möchte, der eine Frau und Kinder hat.

Sein Antrag wird angenommen.

Franciszek Gajowniczek wird verschont.

Maximilian Kolbe schließt sich den Verurteilten an.

Der Tod des heiligen Maximilian Kolbe

Die Gefangenen werden in einer unterirdischen Zelle ohne Nahrung und Wasser eingesperrt.

Es beginnt ein langer Todeskampf.

Zeugen berichten später, dass die Gruppe der Verurteilten – im Gegensatz zu den Schreien der Verzweiflung, die man normalerweise in diesen Zellen hören konnte – unter der Führung von Pater Kolbe betete und Kirchenlieder sang.

Die Tage vergehen.

Die Gefangenen sterben nach und nach.

Maximilian Kolbe gehört zu den letzten Überlebenden.

Da die Wärter die Zelle räumen mussten, wurde er schließlich am 14. August 1941 durch eine tödliche Injektion hingerichtet.

Sein Leichnam wurde anschließend im Krematorium verbrannt.

Am nächsten Tag, dem 15. August, feiert die Kirche Mariä Himmelfahrt.

Diese Nähe zwischen dem Tod von Maximilian Kolbe und einem großen Marienfest hat eine besondere Bedeutung für denjenigen, der sein ganzes Leben der Unbefleckten gewidmet hatte.

Was wurde aus dem Mann, den Maximilian Kolbe gerettet hatte?

Der Mann, für den Maximilian Kolbe sein Leben gab, Franciszek Gajowniczek, überlebte Auschwitz und den Krieg.

Er lebte noch mehrere Jahrzehnte weiter.

Er berichtete immer wieder von dem Opfer des Franziskanerpriesters, das ihm das Leben gerettet hatte.

Die Geschichte von Maximilian Kolbe erinnert uns somit daran, dass sein Opfer keine abstrakte Idee war.

Er gab tatsächlich sein Leben, damit ein anderer Mensch sein Leben behalten konnte.

Ein Mensch, der einen Namen, eine Familie und eine Geschichte hatte.

Warum wird Maximilian Kolbe als „Märtyrer der Nächstenliebe“ bezeichnet?

Traditionell bezeichnet man als christlichen Märtyrer jemanden, der wegen seines Glaubens stirbt.

Der Fall von Maximilian Kolbe weist jedoch eine besondere Dimension auf.

Er wurde nicht einfach hingerichtet, weil er sich weigerte, öffentlich dem Christentum abzuschwören. Er entschied sich freiwillig, den Platz eines anderen Verurteilten einzunehmen.

Sein Martyrium ist somit tief mit der christlichen Nächstenliebe verbunden, d. h. mit der Liebe, die bis zur Selbsthingabe reicht.

Sein Opfer erinnert unmittelbar an die Worte Christi im Johannesevangelium:

„ Es gibt keine größere Liebe, als sein Leben für diejenigen zu geben, die man liebt.“

Dieses Wort scheint die gesamte letzte Lebensphase von Maximilian Kolbe zusammenzufassen.

Wann wurde der heilige Maximilian Kolbe heiliggesprochen?

Pater Maximilian Kolbe wurde 1971 von Papst Paul VI. seliggesprochen.

Anschließend wurde er am 10. Oktober 1982 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.

Bei dieser Heiligsprechung stellte Johannes Paul II. ihn als Märtyrer der Nächstenliebe dar.

Franciszek Gajowniczek, der Mann, dem Maximilian Kolbe in Auschwitz das Leben gerettet hatte, war bei der Zeremonie anwesend.

Dieses Bild besitzt eine außergewöhnliche Kraft: Mehr als vierzig Jahre nach Auschwitz konnte der gerettete Mann der Heiligsprechung dessen beiwohnen, der sich entschieden hatte, an seiner Stelle zu sterben.

Wann wird der heilige Maximilian Kolbe gefeiert?

Die katholische Kirche feiert den heiligen Maximilian Kolbe am 14. August, dem Jahrestag seines Todes im Jahr 1941.

Sein Festtag geht somit unmittelbar dem großen Hochfest Mariä Himmelfahrt voraus, das am 15. August gefeiert wird.

Dieses Datum erhält eine besondere Bedeutung, wenn man seine immense Liebe zu Maria kennt.

Wofür ist der heilige Maximilian Kolbe der Schutzpatron?

Aufgrund seiner Geschichte und seines Wirkens wird der heilige Maximilian Kolbe in verschiedenen Situationen besonders angerufen.

Er wird insbesondere mit Gefangenen, mit Menschen, die Unterdrückung ausgesetzt sind, und mit Familien in Not in Verbindung gebracht.

Seine frühe und intensive Nutzung der Presse und der Kommunikationsmittel erklärt auch seine Verbindung zur Welt der Medien, Journalisten und der Kommunikation.

Er wird zudem besonders in bestimmten Hilfswerken für Menschen angerufen, die mit Suchterkrankungen zu kämpfen haben.

Doch über diese Patronate hinaus bleibt Maximilian Kolbe vor allem ein mächtiger Fürsprecher für all jene, die Mut, Treue, Hoffnung und die Kraft zu lieben in schwierigen Situationen suchen.

Was lehrt uns der heilige Maximilian Kolbe heute?

Die Geschichte von Maximilian Kolbe mag wie aus einer fernen und tragischen Zeit stammen.

Seine Botschaft ist jedoch nach wie vor von großer Aktualität.

Sein Leben lehrt uns vor allem, dass sich der christliche Glaube nicht auf Worte beschränkt.

Er muss konkret werden.

Lieben bedeutet manchmal, Zeit zu opfern, auf Bequemlichkeit zu verzichten, zu vergeben, jemanden in einer schweren Zeit zu begleiten oder die Würde eines schutzbedürftigen Menschen zu verteidigen.

Maximilian Kolbe ging so weit, sein eigenes Leben als höchste Gabe hinzugeben.

Doch sein Beispiel lädt uns auch dazu ein, all die kleinen täglichen Opfer zu betrachten, die zu Taten der Liebe werden können.

Er lehrt uns zudem, niemals die Hoffnung zu verlieren.

In Auschwitz schien alles darauf ausgerichtet zu sein, die Menschenwürde zu zerstören.

Doch selbst in dieser Umgebung zeigte Maximilian Kolbe, dass ein Mensch sich immer noch für die Liebe entscheiden konnte.

Man konnte ihm seine Freiheit nehmen.

Man konnte ihn hungern lassen.

Man konnte ihn schlagen.

Man konnte ihm schließlich das Leben nehmen.

Aber niemand konnte ihm die innere Freiheit nehmen, sich für die Nächstenliebe zu entscheiden.

Das ist vielleicht eine der kraftvollsten Botschaften, die der heilige Maximilian Kolbe hinterlassen hat.

Der heilige Maximilian Kolbe und die Jungfrau Maria

Die Marienverehrung von Maximilian Kolbe ist zugleich eine Einladung, den Platz Marias im christlichen Leben wiederzuentdecken.

Für ihn ist Maria diejenige, die zu Jesus führt.

Sich der Unbefleckten zu weihen bedeutet, sich bereit zu machen, den Willen Gottes zu erfüllen.

Sein gesamtes missionarisches Leben steht im Zeichen dieser Perspektive.

Von seiner Kindheit und der Begebenheit mit den beiden Kronen bis hin zu seinen Missionen in Polen und Japan und schließlich in den letzten Stunden seines Lebens in Auschwitz blieb Maximilian Kolbe diesem Vertrauen treu.

Sein Leben erscheint somit als ein gewaltiges „Ja“ zu Gott.

Warum zum heiligen Maximilian Kolbe beten?

Wir können uns an den heiligen Maximilian Kolbe wenden, wenn wir eine Zeit der Angst, der Entmutigung oder der Prüfung durchleben.

Wir können ihn auch um seine Fürsprache bitten, wenn es uns schwerfällt, jemandem zu vergeben oder jemanden zu lieben.

Er kann für Gefangene, Opfer von Verfolgung, durch den Krieg getrennte Familien sowie für Menschen, die mit Gewalt oder Einsamkeit konfrontiert sind, angerufen werden.

Schließlich können wir ihn bitten, uns zu lehren, unser Vertrauen auf Gott zu setzen und uns noch mehr dem mütterlichen Schutz der Jungfrau Maria anzuvertrauen.

Gebet zum heiligen Maximilian Kolbe

Heiliger Maximilian Kolbe,

du, der du dein ganzes Leben Christus gewidmet hast
unter dem Blick der Unbefleckten Jungfrau,

lehre uns, mit großzügigem Herzen zu lieben.

Du, der du die Hoffnung bewahrt hast
inmitten von Leid und Angst,
komm und stehe denen bei, die heute eine schwere Zeit durchleben.

Tritt für die Gefangenen ein,
für die Verfolgten,
für die Opfer von Krieg und Gewalt,
für die getrennten Familien
und für alle, die sich verlassen fühlen.

Heiliger Maximilian,
du, der du dein Leben gegeben hast, um das eines anderen Menschen zu retten,
lehre uns, nicht nur für uns selbst zu leben.

Gib uns den Mut zu dienen,
die Kraft zu vergeben,
Geduld in der Not
und Treue im Gebet.

Hilf uns, in jedem Menschen
einen von Gott geliebten Bruder oder eine geliebte Schwester zu erkennen.

Auf deine Fürsprache hin
vertraue unsere Familien, unsere Sorgen und unsere Anliegen
der Jungfrau Maria, der Unbefleckten, an,
die du so sehr geliebt und der du gedient hast.

Und wenn uns Angst überkommt,
erinnere uns daran, dass die Liebe stärker sein kann als der Hass,
dass das Licht die Finsternis durchdringen kann
und dass Gott uns niemals im Stich lässt.

Heiliger Maximilian Kolbe,
Märtyrer der Nächstenliebe,
bete für uns.

Amen.

Heiliger Maximilian Kolbe, Zeuge einer Liebe, die stärker ist als der Hass

Der Heilige Maximilian Kolbe bleibt eine der bewegendsten christlichen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.

Als Franziskaner, Missionar, Gründer, Mann der Kommunikation und großer Diener der Jungfrau Maria widmete er sein ganzes Leben der Verkündigung Christi.

Doch erst im Herzen von Auschwitz erreichte seine Botschaft ihre radikalste Form.

Angesichts eines Systems, das auf Hass, Angst und der Vernichtung des Menschen beruhte, antwortete er mit einer Tat der Freiheit und der Liebe.

Er gab sein Leben, damit ein anderer leben könne.

Sein Opfer stellt somit weiterhin eine Frage an jeden von uns: Wie weit sind wir fähig zu lieben?

Wir werden wahrscheinlich niemals mit der schrecklichen Entscheidung konfrontiert werden, vor der Maximilian Kolbe stand.

Doch jeder Tag gibt uns die Gelegenheit, zwischen Gleichgültigkeit und Mitgefühl, zwischen Groll und Vergebung, zwischen Selbstbezogenheit und Dienst am Nächsten zu wählen.

So bleibt das Beispiel des heiligen Maximilian Kolbe lebendig.

Und mehr als achtzig Jahre nach seinem Tod erinnert sein Leben die Welt weiterhin an eine zutiefst christliche Wahrheit:

Inmitten der tiefsten Finsternis kann eine einzige Tat der Liebe zu einem Licht werden, das niemals erlischt.

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