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Devotionalien aus dem Heiligtum von Lourdes.

Warum Christen an Ostern das Licht feiern

Artikel veröffentlicht am 22/07/2025 in der Kategorie : Religiöse Nachrichten
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In der Osternacht entzündet sich eine Flamme. Zunächst nur eine einzige, zerbrechlich, flackernd. Dann wird sie weitergegeben, von Hand zu Hand, von Kerze zu Kerze. Das Licht wächst, es erfüllt den Raum. Und nach und nach weicht die Dunkelheit zurück. Diese Geste, so einfach und so schön, ist das Herzstück der Osterliturgie. Sie ist keine Dekoration. Sie ist eine Sprache. Denn an Ostern feiern die Christen viel mehr als ein altes Ereignis: Sie feiern das Licht, das zurückkehrt, das Leben, das triumphiert, die Hoffnung, die neu geboren wird. Und dieses Licht ist das Licht des auferstandenen Christus.

Ein Licht, das die Nacht durchdringt


Ostern beginnt in der Nacht. Nicht, weil die Sonne noch nicht aufgegangen ist, sondern weil diese Nacht an die Nacht des menschlichen Herzens erinnert. Die Nacht des Zweifels, des Leidens, der Ungerechtigkeit, des Wartens. Die Nacht des Grabes. Die Nacht des Schweigens Gottes. Doch selbst inmitten dieser Dunkelheit taucht eine Flamme auf. Sie erleuchtet nicht alles auf einmal, sondern breitet sich langsam aus. Wie ein Hauch, wie ein Versprechen. Das Osterlicht verneint die Nacht nicht: Es durchdringt sie. Und deshalb spricht es zu so vielen Herzen. Weil es sagt, dass nichts jemals endgültig verloren ist.


Christus, das Licht der Welt


Im Evangelium nach Johannes sagt Jesus: "Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln." Dieses Wort erhält an Ostern eine ganz neue Bedeutung. Das Licht, das in dieser Nacht angezündet wird, ist nicht symbolisch: Es steht für den lebendigen Christus. Derjenige, der durch den Tod gegangen ist. Derjenige, der selbst die tiefste Dunkelheit erhellt. Für Christen ist Jesus nicht einfach eine Figur aus der Vergangenheit. Er ist das Licht, das weiterhin in ihrem Leben leuchtet, sie führt, wärmt und aufrichtet. Das Osterfeuer, das in der Nacht entzündet wird, wird zu einer Art zu verkünden, dass Christus lebt, heute.


Ein Licht, das weitergegeben wird


Das Erschütternde an der Liturgie der Osternacht ist, dass dieses Licht nicht in den Händen eines Einzelnen verbleibt. Es wird gegeben, weitergegeben, geteilt. Jeder zündet seine Kerze an der Kerze eines anderen an. Und nach und nach wird die Kirche hell erleuchtet. Diese Geste sagt etwas sehr Starkes aus: Der Glaube ist kein Schatz, den man für sich behält. Er ist ein Licht, das man empfängt und weitergibt. Ein Licht, das wärmt, das zusammenführt, das Gemeinschaft schafft. Und selbst in Momenten, in denen man glaubt, den Glauben verloren zu haben, kann man kommen und seine Flamme bei einem Bruder, einer Schwester, einem Freund neu entfachen.


Ein Licht, das unser Leben erleuchtet


Das Licht an Ostern zu feiern, bedeutet nicht nur, einen schönen Moment in der Liturgie zu erleben. Es bedeutet, sich erneut dafür zu entscheiden, Christus unser Leben erleuchten zu lassen. Es bedeutet, sich von diesem Licht berühren zu lassen, das nicht urteilt, sondern offenbart. Es bringt das Schöne in uns ans Licht, das, was nach Heilung verlangt, das, was noch wachsen kann. Es drängt uns, aus unseren Verengungen herauszutreten, auf dem Weg zu mehr Wahrheit, Sanftmut und Frieden zu gehen. Das Licht des Auferstandenen leuchtet nicht nur nach außen: Es kommt, um die dunkelsten Ecken unseres Herzens zu erhellen, um uns dort neues Leben zu schenken.


Schlussfolgerung


An Ostern feiern die Christen nicht nur eine Geschichte. Sie feiern eine Gegenwart. Ein lebendiges Licht, das jedem Menschen gegeben wird, damit die Nacht nie mehr endgültig ist. Dieses Licht ist das Licht des auferstandenen Christus, das Licht der Hoffnung, die stärker ist als die Angst, das Licht des Lebens, das stärker ist als der Tod. Und auch wenn die Flamme manchmal flackert, erlischt sie nicht. Denn sie kommt von Gott. Und wenn dieses Licht zirkuliert, von Hand zu Hand, von Herz zu Herz, dann verwandelt es die Welt, unauffällig, aber sicher. Deshalb zünden die Christen in der Osternacht ein Feuer an: um ganz einfach zu sagen, dass das Licht gesiegt hat.

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