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Devotionalien aus dem Heiligtum von Lourdes.

Gründonnerstag: Wenn die Liebe zum Dienst wird

Artikel veröffentlicht am 22/07/2025 in der Kategorie : Religiöse Nachrichten
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Ein Abend wie jeder andere, aber nicht ganz


Der Gründonnerstag beginnt in einem unauffälligen Raum an einem Tisch. Nichts Spektakuläres. Eine Mahlzeit. Ein paar Freunde. Ein einfacher, fast alltäglicher Moment. Und doch ist das, was an diesem Abend erlebt wird, gewaltig. Es ist kein feierliches Wort, das diesen Tag kennzeichnet, sondern eine Geste. Jesus steht auf, legt seinen Mantel ab, nimmt ein Tuch, gießt Wasser ein und beginnt, seinen Jüngern die Füße zu waschen. Er beugt sich vor. Er berührt sie. Er erniedrigt sich.

Diese Geste war in der damaligen Welt den Dienern vorbehalten. Es war eine demütigende Aufgabe. Und Jesus, der Meister, entschied sich dafür, sie sanft und ohne Theatralik zu stellen. Er spricht nicht von Liebe. Er lebt sie. Er theoretisiert nicht über das Dienen. Er gibt sich hin.


Liebe sucht nicht zu glänzen


Der Gründonnerstag lehrt uns, dass wahre Liebe kein Aufsehen erregt. Sie muss nicht gesehen werden. Sie sucht nicht nach Anerkennung. Sie drückt sich im Konkreten aus, im Alltäglichen, in den einfachsten Gesten. Jesus erinnert, indem er die Füße wäscht, daran, dass Gott nicht weit weg, über, sondern ganz nah, auf den Knien vor der Menschheit steht.

An diesem Abend hätte er ein strahlendes Wunder vollbringen können. Er entschied sich für eine Geste der Demut. Er hätte sich erheben können. Er erniedrigt sich. Er hätte von Ruhm sprechen können. Er spricht vom Dienen. Er hätte den verurteilen können, der ihn verraten wird. Er wäscht ihm die Füße.

Die Liebe Gottes urteilt nicht. Sie weicht nicht vor Schmutz, Schwäche oder Verrat zurück. Er bleibt einfach. Er kniet sich hin. Er berührt. Er segnet.


Eine Geste, die zum Sakrament wird


Am selben Abend nimmt Jesus das Brot, bricht es, gibt es weiter. Er nimmt den Kelch, segnet ihn, teilt ihn. Auch hier gibt es keine hochtrabende Rede. Er sagt einfach: "Das ist mein Leib", "Das ist mein Blut". Er behält nichts für sich. Er macht sich selbst zur Nahrung. Gegenwart. Hingabe.

Es ist der Abend der Eucharistie. Der Moment, in dem die Liebe zum geteilten Brot wird. Wo das Leben sich ohne Maß verschenkt. Wo der Himmel in unsere Hände gleitet.

Der Gründonnerstag ist ein Tag der Institution: die des Dienstes, die der totalen Hingabe, die der Realpräsenz. Jesus gibt alles. Und er fordert seine Jünger auf, dasselbe zu tun: "Tut dies zu meinem Gedächtnis". Es ist nicht nur ein Wort, das man wiederholen muss. Es ist ein Leben, das es nachzuahmen gilt.


Wenn die Liebe verletzlich wird


Wir müssen uns auch daran erinnern, dass Jesus an diesem Abend weiß. Er weiß, dass Judas ihn verraten wird. Er weiß, dass Petrus ihn verleugnen wird. Er weiß, dass sie alle fliehen werden. Und doch liebt er sie. Er dient ihnen. Er gibt ihnen seinen Körper, sein Blut, sein Vertrauen.

An diesem Abend ist die Liebe nicht nur Dienst. Sie ist Verwundbarkeit. Er liefert sich denen aus, die ihn verlassen werden. Er gibt sich ohne Garantie. Sie geht das Risiko der Verletzung ein. Aber sie tut es frei, voll und ganz, bis zum Ende.

In dieser Zerbrechlichkeit wird die Liebe rein. Sie schützt sich nicht. Sie gibt sich hin. Das ist es, was Jesus an diesem Abend tut. Und er lädt uns ein, das zu leben, jeder auf seine Weise, in unseren Beziehungen, in unseren Familien, in unseren Verpflichtungen.


Ein Aufruf für heute


Der Gründonnerstag ist keine starre Erinnerung. Er ist eine lebendige Einladung. Zu konkret zu lieben. Demütig zu dienen. Zu geben ohne Berechnung. Es geht nicht darum, große Dinge zu tun. Es geht darum, sich von der Liebe Christi berühren zu lassen und sie durch uns hindurchgehen zu lassen.

In einer Welt, die sich oft auf Äußerlichkeiten, Macht und Erfolg konzentriert, erinnert uns dieser Tag an einen anderen Weg. Den der Sanftheit. Der Präsenz. Der ausgestreckten Hand. Des stillen Zuhörens. Des angebotenen Lebens.


Schlussfolgerung


Der Gründonnerstag führt uns in das Herz des christlichen Mysteriums. Ein Gott, der sich zum Diener macht. Ein König, der sich beugt. Ein Meister, der niederkniet. Ein Erlöser, der sich als Nahrung hingibt. In dieser Geste des Dienens beginnt alles. Hier verkörpert sich die Liebe, kommt ihr nahe, macht sie sich einfach.

An diesem Abend gab Jesus alles. Er behielt nichts für sich. Er hat bis zum Ende geliebt. Und er tut dies auch heute noch, in der Stille der Eucharistie, in den unauffällig gesetzten Gesten der Liebe, in jedem Dienst, der in Wahrheit gelebt wird.

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