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Devotionalien aus dem Heiligtum von Lourdes.

5 Verse zur Meditation am Gründonnerstag

Artikel veröffentlicht am 22/07/2025 in der Kategorie : Religiöse Nachrichten
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Der Gründonnerstag ist ein stiller Höhepunkt. Ein Abend, an dem Jesus alles gibt. Er hält keine großen Reden. Er teilt ein Mahl, er wäscht die Füße, er betet lange in der Nacht. An diesem Abend setzt er die Eucharistie ein, offenbart die Tiefe des Dienens und geht mit entwaffnender Sanftheit in seine Passion. Über diesen Tag zu meditieren bedeutet, sich Christus in der Intimität zu nähern. Es bedeutet, sich mit ihm an den Tisch zu setzen. Es ist zu beobachten, wie er bis zum Ende liebt.

Hier sind fünf Verse, um in dieses Geheimnis einzutreten. Langsam zu lesen. Zum Nachklingen lassen. Damit das sanfte Licht des Gründonnerstags in uns herabkommt.

"Er liebte sie bis zum Ende". Johannes 13,1


Dieser Vers eröffnet die Erzählung von der Fußwaschung. Es handelt sich nicht nur um eine Überleitung. Es ist eine Zusammenfassung von allem, was Jesus im Begriff ist zu tun. Er liebt bis zum Äußersten. Bis hin zum Kreuz. Bis zur Vergebung, die er denen schenkt, die ihn verletzen. Bis zur Stille der Einsamkeit. Es ist keine bedingte Liebe. Es ist keine zerbrechliche Liebe. Es ist eine Liebe, die bis zum Äußersten geht, ohne sich zurückzuhalten.

Dieser Vers ist ein Spiegel. Wie weit bin ich in der Lage zu lieben? Wo halte ich mich zurück? Jesus hingegen weicht nicht zurück. Er gibt, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Und in diesem Geben rettet er.


"Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr einander die Füße waschen." Johannes 13,14


Nachdem Jesus seinen Jüngern die Füße gewaschen hat, kommentiert er nicht lange. Er gibt eine einfache, aber überwältigende Anweisung. Er, der Herr, hat sich zum Diener gemacht. Also sind auch wir zu dieser gleichen Erniedrigung berufen.

Dieser Vers verlangt von uns nicht einmal im Jahr eine symbolische Geste. Er fordert uns auf, das Dienen zu einer Art des Seins zu machen. Nicht dienen, um bewundert zu werden. Sondern dienen, weil lieben bedeutet, sich zu beugen. Lieben heißt, sich zu kümmern. Lieben heißt, sich ohne Demütigung zu erniedrigen, mit der Würde derer, die nach dem Evangelium leben.


"Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird." Lukas 22,19


An diesem Abend nimmt Jesus das Brot, bricht es und gibt es weiter. Diese Geste, die für alle Christen zentral geworden ist, ist eine totale Hingabe. Er behält nichts. Er wird zum Brot. Er wird zur Gegenwart. Er gibt sich hin.

Dieser Vers berührt uns, weil er von der Verletzlichkeit Gottes spricht. Ein Gott, der sich dafür entscheidet, durch arme, zugängliche, alltägliche Zeichen zu gehen. Ein Gott, der sich in einem Stück Brot hingibt. Und der sich weiterhin jeden Tag auf diese Weise hingibt, damit wir das Leben haben.


"Vater, nicht mein, sondern dein Wille geschehe." Lukas 22,42


Im Garten von Gethsemane betet Jesus. Er weiß, was ihn erwartet. Er ist frei. Er hätte fliehen können. Aber er bleibt. Er bietet seine Angst, seine Traurigkeit, seine Bedrängnis an. Und im Gebet wählt er den Willen des Vaters.

Dieser Vers ist ein Modell des Vertrauens. Er leugnet den Schmerz nicht. Er spielt nicht die Stärke aus. Er geht durch die Nacht, indem er sich hingibt. Dieser Satz kann auch für uns zu einem Gebet werden. In Momenten der Entscheidung, der Einsamkeit, des Leidens. Herr, nicht was ich will, sondern was du willst. Weil ich glaube, dass dein Wille gut ist. Auch wenn er mich überfordert.


"Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet." Matthäus 26,41


Jesus bittet seine Jünger, mit ihm wach zu bleiben. Nur einen Augenblick lang. Nur einen Augenblick lang wach und präsent sein. Aber sie schlafen ein. Sie halten nicht durch. Dieser Vers trifft uns in unserer eigenen spirituellen Müdigkeit. In unseren guten Vorsätzen, die nicht halten. In unseren schnell nachlassenden Impulsen.

Aber er ist auch ein Aufruf. Eine Erinnerung daran, dass das Gebet eine Stütze und eine Kraft ist. Dass Wachen nicht bedeutet, Heldentaten zu vollbringen. Es bedeutet einfach, da zu sein, präsent zu sein. Gott das anzubieten, was man ist. Und sich seinem Frieden zu öffnen.


Schlussfolgerung


Diese fünf Verse, wie fünf Lichter in der Nacht, ermöglichen es uns, mit einem einfacheren, wahrhaftigeren Herzen in den Gründonnerstag zu gehen. Dies ist kein Tag, um zu verstehen. Es ist ein Tag, um sich berühren zu lassen. Um Jesus dabei zuzusehen, wie er liebt, dient, sich hingibt, betet, wacht. Und sanft zu ihm sagen: Ich will mit dir gehen. Lehre mich, wie du zu lieben. Zu dienen wie du. Mich hinzugeben wie du.


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