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Warum heißt der neue Papst Leo XIV?

Artikel veröffentlicht am 12/09/2025 in der Kategorie : Religiöse Nachrichten
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Ein Name, der mit der Geschichte mitschwingt

Wenn ein Papst gewählt wird, ist eine seiner ersten symbolischen Gesten die Wahl eines Regentschaftsnamens. Dieser Name wird niemals zufällig gewählt: Er spiegelt ein Erbe wider, das der neue Pontifex übernehmen, verlängern oder neu interpretieren möchte. Indem er sich für den Namen Leo XIV. entscheidet, schreibt der neue Papst sein Pontifikat in eine prestigeträchtige, aber nicht mehr ganz neue Linie ein. Der letzte Papst, der diesen Namen trug, war der 1903 verstorbene Leo XIII, der für sein Engagement in sozialen Fragen, seine Verteidigung der Arbeiter und seine Enzyklika Rerum Novarum bekannt war.

Durch die Übernahme dieses Namens nach mehr als einem Jahrhundert sendet Leo XIV eine starke Botschaft: Er möchte an diese Tradition eines Papstes anknüpfen, der auf soziale Herausforderungen achtet, den Realitäten des Volkes nahesteht und sich um Gerechtigkeit und das Gleichgewicht zwischen Fortschritt und Menschenwürde bemüht. Diese Wahl ist also mehr als eine Hommage: Sie ist eine Absichtserklärung.

Ein Name, der mit Festigkeit und lehrmäßiger Klarheit verbunden ist

Der Name Leo erinnert auch an eine charismatische Figur des fünften Jahrhunderts: Leo I., genannt "der Große". Dieser Papst prägte die Geschichte durch seine theologische Festigkeit und seine Fähigkeit, die zentrale Rolle des Sitzes von Rom in der Weltkirche zu bekräftigen. Er ist insbesondere dafür berühmt, dass er Attila den Hunnen davon überzeugte, nicht in Rom einzufallen, eine Tat, die zum Sinnbild für den Mut und die spirituelle Autorität des Papstes gegenüber irdischen Mächten wurde.

Leon XIV. steht mit der Wahl dieses Namens ebenfalls in dieser Abstammung eines Hirten, der stark im Glauben, fest in seinen Positionen und in der Lage war, auch in Krisenzeiten klar zur Welt zu sprechen. Während die Kirche interne Spannungen und globale Herausforderungen (Kriege, Armut, ökologische Krise, Verlust spiritueller Bezugspunkte) durchlebt, klingt dieser Name wie eine Erinnerung an die Mission Roms: eine Stimme der Wahrheit und der Einheit zu sein.


Ein Wille, Vergangenheit und Gegenwart zu vereinen

Einen alten Namen wie Leo zu wählen, ihn aber mit einem völlig neuen Gesicht zu verbinden - dem eines amerikanischen Papstes, mit einer bescheidenen Persönlichkeit und einer modernen Sprache schafft einen starken, aber bewussten Kontrast. Leo XIV. scheint die Autorität der Tradition mit der Freiheit der Gegenwart verbinden zu wollen. Er ist nicht gekommen, um die Vergangenheit auszulöschen, sondern um sie im Licht von heute neu zu lesen.

In seinen ersten Predigten und öffentlichen Auftritten zitierte er übrigens mehrfach seine Vorgänger, verband sie aber mit zeitgenössischen Anliegen: Prekarität, Migration, Jugend, Digitalisierung, Ökologie. Er benutzt den Namen Leo als Sockel, aber nicht als Museum: Er will dieses Erbe im Heute Gottes weiterleben lassen.


Eine pastorale Wahl mehr als eine identitäre

Einige Beobachter hatten über eine "disruptivere" oder persönlichere Namenswahl spekuliert, die seine amerikanische Nationalität oder seine besondere Sensibilität unterstrichen hätte. Doch Leo XIV. überraschte mit seiner Entscheidung für einen Namen mit einer starken europäischen und römischen Verankerung. Diese Geste kann als ein Akt der Treue zur Universalität der Kirche, jenseits kultureller Identitäten, gelesen werden. Er ist nicht der Papst der Vereinigten Staaten: Er ist der Bischof von Rom, Nachfolger Petri, Diener der Diener Gottes.

Die Wahl zeugt auch von einem pastoralen Anliegen: Vermeidung von Spaltung oder Polemik bereits bei der Ankündigung des Pontifikats. Indem er sich auf einen bereits geachteten Namen stützt, der Solidität, Weisheit und Engagement evoziert, versucht er, eher zu vereinen als zu spalten. Er weiß, dass die Welt beobachtet, dass die Katholiken hoffen und dass der Name eines Papstes bereits eine Hoffnung trägt.


Eine weiße Seite zu schreiben, einen Atem zu tragen

Schließlich öffnet der Name Leo XIV. eine noch unberührte Seite. Er wird nur durch die Taten, Worte und Entscheidungen, die dieser neue Papst in die Geschichte einschreiben wird, eine tiefere Bedeutung erlangen. Jeder Tag seines Pontifikats wird dieser anfänglichen Wahl mehr Gewicht verleihen.

Aber was bereits sicher ist, ist, dass Leo XIV. mit diesem Namen eine Treue und einen Anspruch markieren wollte: in der Kraft der Tradition verwurzelt zu bleiben und gleichzeitig kühn neue Pfade zu beschreiten. Ein Pontifex, der zurückblickt, um besser voranzukommen.

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