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Die Ursprünge der Marienverehrung im Monat Mai

Artikel veröffentlicht am 05/09/2025 in der Kategorie : Unsere Liebe Frau von Lourdes
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Der Mai ist heute in der gesamten katholischen Kirche als "Marienmonat" anerkannt, eine besondere Zeit, in der sich die Gläubigen mit besonderer Zuneigung an die Jungfrau Maria wenden.


Diese Verehrung entstand nicht durch ein offizielles Dekret, sondern durch eine langsame spirituelle und liturgische Entwicklung, die in der Geschichte, der Symbolik des Frühlings und einem tiefen Impuls des christlichen Herzens gegenüber der Mutter Gottes verwurzelt ist.

Die Antike: Ein Monat, der weiblichen Gottheiten gewidmet war

Bereits lange vor der christlichen Zeitrechnung wurde der Mai mit Weiblichkeit, Mutterschaft und Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht. Im antiken Rom war der Mai Maia, der Göttin der Erneuerung und der Fruchtbarkeit, gewidmet. Es wurden Riten gefeiert, um die Kräfte der Natur und des wiedergeborenen Lebens zu ehren. Mit der Ankunft des Frühlings begleiteten Blumen, Felder und Lieder diese Feierlichkeiten.

Als sich das Christentum in der römischen Welt ausbreitete, "verklärte" es häufig lokale Traditionen, um ihnen eine neue Bedeutung zu verleihen. So wurde aus dem Monat, der einst die Natur und die Fruchtbarkeit verherrlichte, nach und nach ein Monat, der sich Maria zuwandte, der schönsten aller Frauen, der Mutter Gottes und der Figur der geistigen Fruchtbarkeit schlechthin.

Vom Mittelalter bis zur Renaissance: Die Anfänge einer frühlingshaften Marienverehrung

Ab dem Mittelalter nahm die Verehrung Marias in der Kirche an Bedeutung zu. Sie wird mit Hymnen, Prozessionen, Gebeten und künstlerischen Werken geehrt. Dichter, Mystiker und Theologen besingen ihre Reinheit, ihre Sanftmut und ihre Rolle als Mittlerin.

Zu dieser Zeit gibt es noch keinen Monat, der speziell der Jungfrau Maria gewidmet ist, doch der Mai wird oft für blumenreiche Feiern zu ihren Ehren gewählt. In Klöstern und Dörfern werden Altäre errichtet, Kränze geflochten und Marienlieder gesungen, um "die Rose ohne Dornen" zu ehren.

Im 15. Jahrhundert finden sich immer häufiger Hinweise auf die Jungfrau Maria in Gebeten, die mit der Natur und der Schönheit des Frühlings verbunden sind. Die blumige und leuchtende Symbolik des Monats Mai wird natürlich mit Maria, der "Allschönen", deren Herz für das göttliche Licht offen ist, in Verbindung gebracht.

18. Jahrhundert: die offizielle Geburt des "Marienmonats"

Die strukturierte Verehrung des Marienmonats entstand wirklich im 18. Jahrhundert in Italien. Der Jesuitenpater Alfonso Muzzarelli (1749-1813) kodifizierte diese Praxis in einem 1785 veröffentlichten Werk mit dem Titel Il Mese di Maria. Dieses Büchlein enthält tägliche Meditationen, Gebete und geistliche Übungen für jeden Tag im Mai, die Maria gewidmet sind.

Die Idee verbreitete sich schnell in den jesuitischen Kongregationen, dann in ganz Italien und schließlich auch über die Grenzen hinaus. Der Marienmonat wird zu einer beliebten und inbrünstigen spirituellen Praxis, die von Bischöfen, Gemeinden und Familien unterstützt wird.

In diesem Jahrhundert entwickelte sich auch der Brauch, eine Marienstatue im Mai mit Blumen zu "krönen", eine Geste, die in vielen Teilen der Welt zu einem Symbol geworden ist.

Das 19. Jahrhundert: die Verbreitung in der gesamten Kirche

Auf Betreiben der Päpste Pius VII., Pius IX., Leo XIII. und Pius XII. etablierte sich der Marienmonat endgültig in der katholischen Frömmigkeit. Den Gläubigen, die an den Gebeten im Mai teilnehmen, werden Ablässe gewährt. Insbesondere Papst Leo XIII. fördert das Rosenkranzgebet in der Familie während des gesamten Monats.

Auf dem Land und in den Städten nimmt die Verehrung viele Formen an: öffentliches Rosenkranzgebet, Mariengesänge, Nachtwachen, Prozessionen mit Blumenschmuck, mit Blumen und Kerzen geschmückte Hausaltäre.

Diese Volksfrömmigkeit erfasst alle sozialen Schichten und wird zu einer echten Säule der christlichen Spiritualität des Frühlings.

Der Marienmonat heute

Auch heute noch ist der Mai in den Pfarreien, Familien, Schulen und religiösen Gemeinschaften eine wichtige Zeit des christlichen Lebens. Er ermöglicht es, den Glauben in Einfachheit und mit dem Herzen zu leben und Maria nicht als eine ferne Person, sondern als eine nahe und aufmerksame Mutter wiederzuentdecken.

In einer Welt, die manchmal von Zerstreuung, Lärm und Gleichgültigkeit geprägt ist, bietet der Marienmonat einen Raum der Sanftheit, der Stille und des Gebets. Er ist eine Zeit, um sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren, um den Glauben und das Vertrauen in Gott in der Schule Marias wachsen zu lassen.

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